03.03.2018

Übung der Bergungsgruppe auf der Trümmerstrecke der AKNZ

Nur gut ausgerüstete Einheiten haben einen hohen Einsatzwert und können ihre Aufgaben erfüllen. So nutzte der THW Ortsverband Neuwied am 03. März Übungsmöglichkeiten in Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Ausbildung und zum Training seiner Einheiten.

Auf der Trümmerstrecke der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Bad Neuenahr Ahrweiler trainierten die Bergungsgruppen des Ortsverbandes ihre Fähigkeiten in verschieden Lagen, wie sie zum Beispiel nach Erdbeben, Explosionen oder schweren Unwettern auftreten können.

Die Führung der Einsatzstelle oblag dem Zugtrupp des Ortsverbandes, welcher sich in Führung der Bergungsgruppen und Lagedarstellung der Einsatzstellen in die Übung einbrachte.

Für die Übung der Bergungsgruppen wurde auf der Trümmerstrecke der AKNZ ein durchaus mögliches Szenario angenommen. Gasexplosion, eingestürzte und angeschlagene Gebäude, verunglückte Geocacher in einer Tunnelanlage. Dazu schwere Trümmerteile, Schächte und enge Tunnel. Diese Herausforderungen zählten zu den Aufgaben der beiden Bergungsgruppen welche zu bewältigen waren.

Innerhalb dieser Szenarien galt es für die Bergungsgruppen die Schadenstelle zu erkunden, Verschüttete zu orten und die Betroffenen nach dem Schema der „5 Phasen der Rettung“ aus ihrer Lage zu befreien. Dazu mussten beispielsweise Trümmerteile mit schwerem Gerät bewegt und Zugänge zu Hohlräumen freigelegt werden. Die Helfer mussten teils unter extrem beengten Verhältnissen die Verletzten erstversorgen und anschließend aus den Trümmern oder aus Tunneln und Gängen heraustransportieren. An anderer Stelle waren Expertisen aus dem Bereich der Rettung aus Höhen und Tiefen gefragt. Dabei kamen unter anderem Abseilgeräte und Leitern als „schiefe Ebenen“ zum Einsatz.

Während der Abarbeitung der Aufgaben mussten die Gruppenführer unter anderem Lagemeldungen abgeben, mit diesen Informationen und eigenen Erkundungsergebnissen stellte der Zugtrupp die Lage an der Einsatzstelle übersichtlich dar, um den Überblick zu behalten. Ebenso wurden Anforderungen zum Beispiel von Rettungsmitteln des Rettungsdienstes getätigt oder der Kontakt zum Energieversorger gehalten, um über die Abschaltung der Versorgungsleitungen wie der Gasversorgung informiert zu werden.

Realitätsnah sollte die Übung sein, daher unterstützten Kameraden der DLRG Neuwied freundlicherweise sowie zwei unserer Junghelfer als Verletztendarsteller. Die Zusammenarbeit lief einwandfrei, in Teilen der Übung band man die Kameraden kurzfristig mit ein indem sie die sanitätsdienstlichen Erstversorgungsaufgaben übernahmen.


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